Das Rote Sofa
Talkrunde im Friends
"Das Rote Sofa" ist eine Talkrunde im "Friends" Café-Bistro-Bar in Friedrichshafen. [www.friends-fn.de]
OB Brand 22.10.2009
Locker und gelöst ist die Stimmung bei den Gästen auf dem „Roten Sofa“ im Bistro-Café-Bar „Friends“ in der Adelheidstraße 34/1 gewesen. Friedrichshafens Oberbürgermeister Andreas Brand und FDP-Urgestein Alfred Eger blickten auf das Friedrichshafen des Jahres 2017, diskutierten mit den etwa 60 Zuhörern kontrovers zu Themen wie Flughafen, MWZ und dem Häfler Nachtleben. Durch den Abend führte Journalist Thomas Schlichte.
Vier Monate nach seinem Amtsantritt als neuer Oberbürgermeister der Stadt Friedrichshafen, hat Andreas Brand schon so manche hitzige Diskussion geführt, prüfte Anträge und Vorhaben bis ins kleinste Detail. Dass er ein ausgesprochener Verwaltungsfachmann ist und sich mit den dringendsten Themen seiner neuen Wahlheimat eindringlich befasst hat, zeigte OB Brand auf dem „Roten Sofa“ im Bistro-Café-Bar „Friends“. Ihm zur Seite saß Alfred Eger, Ur-Häfler und Ehrenvorsitzender der FDP im Bezirk Bodensee Oberschwaben, der mit OB Brand Träume und Vision rund um Friedrichshafen beleuchtete. Auch Themen wie das Thermalbad, die B31, der Flughafen, das geplante Materialwirtschaftszentrum (MWZ) in Kluftern und die Sporthallen-Thematik kamen zur Sprache. Auch knifflige Fragen zum Thema „T-City“ aus dem Publikum meisterten die beiden gekonnt, mit deutlicher Ansprache sowie mitunter gewitzt. Beide sehen in der neuen Bundesregierung, die in den kommenden Tagen ihre Koalitionsverhandlungen abschließen werden, Chancen und Entwicklungen, die vor allem den Verkehr und das Bahnnetz rund um den Bodensee betreffen. Auch zu den Sporthallen und der geplanten Tennishalle haben beide ihre klare Meinung und betonten die Dringlichkeit dieser Projekte. Es gibt also viel zu tun für unseren Oberbürgermeister, der sich nach Ende seiner ersten Amtszeit 2017 vor allem eines wünscht: trotz zunehmenden Alters gesund zu bleiben.
OB Kandidaten FN auf dem Roten Sofa
Das „Rote Sofa“ – Lockere Gesprächsrunde mit immerhin vier von fünf Häfler OB-Kandidaten sorgt für interessante Einblicke
Vier von fünf OB-Kandidaten waren der Einladung von Thomas Kopp rund um das Allmannsweiler Bürgerforum gefolgt. Der Besitzer des „Café-Bistro-Bar Friends“ hatte die Anwärter auf den Häfler Rathaus-Sessel auf sein „Rotes Sofa“ zum Talk gebeten.
Monika Blank, Andreas Brand, Peter Kienzle und Dieter Stauber stellten sich den Fragen der Gäste und machten dabei fleißig Werbung in eigener Sache. Durch die Talkrunde führte als Moderator der freie Journalist Thomas Schlichte. Noch vor der offiziellen Vorstellung der fünf Kandidaten durch die Stadt Friedrichshafen, erlebten die Wählerinnen und Wähler im bis auf den letzten Platz gefüllten „Friends“ in der Adelheidstraße 34/1 lockere Gespräche, knifflige Fragen und interessante sowie aufschlussreiche Antworten. Dass die fünfte Kandidatin, Claudia Kalbitz-Paulus, unentschuldigt fehlte, war schade. Dennoch konnte man von einem reibungslosen Ablauf des Abends sprechen. Gute zwei Stunden nahmen sich die vier anwesenden Bewerber Zeit für ihre Wähler, stellten sich den bohrenden Fragen der „Häfler“. Wer in knapp vier Wochen ins Rathaus am Adenauerplatz einzieht, das wissen wir jetzt noch nicht. Aber wir freuen uns drauf, das zukünftige Stadtoberhaupt in naher Zukunft zu einer weiteren Gesprächsrunde auf das „Rote Sofa“ zu uns ins „Friends“ einzuladen.
Peter Kienzle plaudert aus dem Nähkästchen
Als Peter Kienzle am Freitagabend das "Friends" betrat, staunte er nicht schlecht. Zwei Tage vor der entscheidenden Wahl um den Häfler Rathaussessel hatten sich nur ein gutes Dutzend Zuhörer um das "Rote Sofa" versammelt. "Na, hoffentlich ist am Sonntag die Wahlbeteiligung höher", scherzte Kienzle. "Wahrscheinlich liegt es auch am schönen Wetter." Aber auch vor einem überschaubaren Publikum wusste der 1.
Beigeordnete der Stadt Minden zu überzeugen und stellte sich den Fragen des freien Journalisten Thomas Schlichte. Dabei fiel auf, dass sich der gebürtige Schwabe sehr gut in Friedrichshafen und Umgebung sehr gut auskennt, sich schon einige Gedanken gemacht hat. "Wir haben hier am See sehr großes Entwicklungspotenzial, das es auch entsprechend auszuschöpfen gilt", betonte Peter Kienzle. Sauer stieß dem Vater von zwei Söhnen nur auf, dass einige Leserbriefe ihn persönlich angegriffen haben. Souverän und wortgewandt meisterte er die Kritik und gab an, dass er dieses Mal auf eine höhere Wahlbeteiligung hoffe. Er versuche, wie Mitbewerber Andreas Brand, Stimmen aus anderen "Lagern" für sich zu gewinnen. Dabei stünde im Vordergrund, durch persönliche Gespräche überall zu überzeugen und nicht nur in einzelnen Bezirken zu punkten. Dass der gelernte Jurist in der Stadt ankommt, dessen ist sich Kienzle sicher. "Ich wurde bei meinen zahlreichen Hausbesuchen nie weggedchickt. Selbst in scheinbar intimsten Situationen gingen die Türen auf", schmunzelt der 43- jährige. Den Wahltag verbringt Peter Kienzle mit seiner Familie, die zum Skifahren gekommen ist. Eine Prognose für den Ausgang, fällt dem CDU-Mitglied allerdings schwer. Aber "50 plus x wären schön", ansonsten kehrt der Wahl-Westfale eben in seinen "alten Job" im Mindener Rathaus zurück.


































