Handball
EHF-Cup 27.02.2011
A1 Bregenz verpasst die Sensation
Die Handballer von A1 Bregenz haben das von ihnen so erhoffte Handballwunder im Achtelfinale des EHC-Cups verpasst. Gegen die slowenische Spitzenmannschaft RK Gorenje Velenje unterlag der österreichische Titelträger in eigener Halle mit 26:29 – das Hinspiel hatte Gorenje deutlich mit 32:15 gewonnen und machte somit den Viertelfinal-Einzug perfekt.
Von Thomas Schlichte
55:07 war in roten Dezimalen auf der Anzeigetafel in der Handball-Arena Rieden/Vorkloster in Bregenz zu lesen, als A1-Coach Martin Liptak vor 1000 Zuschauern die grüne Karte auf den Tisch des Kampfgerichts legte – Auszeit Bregenz. 25:21 führten zu diesem Zeitpunkt die Gäste aus dem slowenischen Gorenje und es galt, die Niederlage in Grenzen zu halten. Denn im Hinspiel unterlag der österreichische Meister im Achtelfinale des EHF-Cups beim RK Gorenje Velenje deutlich mit 15:32 und wusste, dass ihm zum Einzug ins Viertelfinale nur noch ein Handballwunder helfen kann. Und die Hausherren begannen mutig und aggressiv, erspielten sich mit einem kleinen Zwischenspurt einen 3:0-Vorsprung. Spätestens als A1-Torhüter Goran Aleksic gegen Rok Simic (acht Treffer) einen Strafwurf parierte, glaubten einige Zuschauer doch noch an das so erhoffte Handballwunder. Doch es kam anders, auch weil Gorenje Velenje mit zunehmender Spieldauer besser in die Partie kam und seine Gegenstöße nach einigen Fehlwürfen der Heimmannschaft konsequent zu Ende spielte. In der zehnten Minute hatten die Slowenen – sehr zur Freude ihrer zahlreich mitgereisten Anhänger – die Partie zum 5:4 gedreht, wussten die Überzahl kurz vor der Pause zum 12:10-Halbzeitstand zu nutzen. Zu Beginn des zweiten Abschnitts legten die Gäste einen kleinen Zwischenspurt zum 15:10 hin, bevor Aleksic erneut einen Siebenmeter parierte. Bis zur 40. Minute blieb die Partie relativ ausgeglichen, auch wenn Gorenje vor dem Tor die besseren Nerven zeigte. In der 50. Minute lagen sie mit 23:18 vorne und spätestens jetzt hatte sich der Traum von der Sensation erledigt. Kurz vor und nach der Auszeit von Trainer Liptak hielt Marian Klopcic seine Mannschaft mit drei Treffern in Serie im Spiel – 23:26, bevor Marko Bezjak mit zwei Treffern in Folge auf 29:25 stellte. Lucas Mayer verkürzte noch zum 26:29-Endstand, der – wenn man beide Partien betrachtet – sicher mehr als verdient und gerecht ist.
Fotos von Aron Willers
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Leverkusen zeigt einfach mehr Biss 26.08.10
Die Handball-Damen des TSV Bayer 04 Leverkusen haben ihr Testspiel in der Kressbronner Seesporthalle gegen den LC Brühl/St. Gallen mit 26:24 für sich entschieden. In einer temporeichen, aber fairen Partie zeigten die „Werks-Elfen“ im Angriff mehr Durchschlagskraft. 130 Karten hatte das Veranstaltungsteam abgesetzt.
Von Thomas Schlichte
Der Stein, der Susi Marzini, nach dem Handball-Test vom Herzen fiel, hätte man fast in ganz Kressbronn hören können. Vor der Begegnung zwischen den Damen des TSV Bayer 04 Leverkusen und dem LC Brühl/St. Gallen wirkte die Mitorganisatorin sehr nervös, nicht nur, weil sie noch auf die Schiedsrichter wartete. Auch die Teams trafen recht kurzfristig ein, sie steckten bei der Anfahrt zur Seesporthalle im Verkehr fest. „Freiere Fahrt“ hatten die Spielerinnen dafür auf dem Spielfeld und gingen von der ersten bis zur letzten Minute ein richtig hohes Tempo. Während die ersten Spielminuten ausgeglichen waren, setzte sich das kraftvollere Angriffspiel der Rheinländerinnen um Rückraumschützin Penda Bönighausen durch. Bei den Gästen aus der Schweiz konnte sich vor allem Torhüterin Stephanie Engeler auszeichnen, die immer wieder sehenswerte Paraden zeigte. Überhaupt zeigten die Damen zwischen den Pfosten eine sehr gute Leistung, auch Laura Glaser meisterte ihre Aufgabe mehr als ordentlich. Sie und ihre Vereinskameradin Clara Woltering haben ja auch nicht irgendeinen Torwart-Trainer, sondern werden von Handball-Legende Andreas Thiel, besser bekannt als „Der Hexer“ gecoacht.
Bayer 04 setzt sich ab
Bis zur Pause hatte sich der TSV auf 13:10 abgesetzt, auch eine Auszeit von Trainerin Vroni Keller (26.) hatte die Schweizerinnen nicht mehr entscheidend herangebracht. Besser machte es der LC Brühl in Abschnitt zwei, als sich Tamara Bösch und Co. nach knapp zwei Dritteln der Partie zunächst wieder 15:17 heran kämpften. Doch die Mannschaft von Renate Wolf setzte sich wieder auf vier Treffer (21:17) ab, wusste ihr Überzahlspiel geschickt auszunutzen. In der Schlussphase kamen die Brühlerinnen heran, auch weil sich Bayer 04 einige Fehlwürfe und unkonzentrierte Abschlüsse leistete, oder aber an Stephanie Engeler scheiterten. Als die Anzeigetafel in der Kressbronner Seesporthalle nur noch etwas mehr als zwei Minuten Spielzeit aufwies, drohte die Partie doch noch zu kippen. Brühl verkürzte in Überzahl auf 24:25, leistete sich dann aber einen unnötigen Ballverlust. Bis zur Schlusssirene gaben die Leverkusenerinnen den harzverklebten Ball nicht mehr ab und Marlene Zapf war über Rechtsaußen der Siegtreffer zum 26:24-Endstand vorbehalten. Während die Spielerinnen locker austrabten und sich entspannt dehnten, war Susi Marzini noch immer ziemlich unter Strom. „Ich bin froh, dass doch noch alles ohne Probleme geklappt hat“, sagte sie und lachte.









































