2010

Champions League, 6. Spieltag: FC Bayern München

Champions League, 6. Spieltag: FC Bayern München - FC Basel 0:3 (0:2)

Die Bayern können es noch richtig überzeugend – zumindest international

Zufrieden und erleichtert stapften die Bayern-Stars um Kapitän Mark van Bommel in Richtung Katakomben der rot-strahlenden Allianz Arena. Grund zu Strahlen hatte auch Franck Ribéry, der mit zwei erzielten Treffern seine gezeigte Spielfreude eindrucksvoll unterstrich.

Von Thomas Schlichte

Der deutsche Rekordmeister Bayern München liefert derzeit einen echten Spagat ab. In der Champions League „hui“, in der Bundesliga „pfui“. Für Fans, Spieler und Verantwortliche der sonst so erfolgsverwöhnten Bayern alles andere, als ein schöner und angenehmer Zustand, die Konkurrenz aus Dortmund scheint mit 17 Punkten Vorsprung um Lichtjahre enteilt. Dass es auch anders geht, zeigten die Bayern am 6. Spieltag der Gruppenphase in der europäischen Königsklasse. Gegen den aktuellen schweizerischen Double-Gewinner FC Basel – der von Ex-Bayern-Spieler Thorsten Fink trainiert wird, wussten die Mannen um Kapitän Mark van Bommel zu überzeugen. Auch der schon abgeschriebene Anatoliy Tymoshchuk lieferte in der Innenverteidigung wieder eine solide Leistung ab und das, obwohl er den Verein aufgrund seines Reservistendaseins längst wieder verlassen wollte. Auch der französische Top-Star Franck Ribéry kommt immer besser in Schwung, steuerte zwei Treffer zum verdienten 3:0-Sieg bei. Doch gerade in den Anfangsminuten fehlte den Hausherren noch die Bindung zum Spiel, die Basler „Abteilung Attacke“ um Stürmer Alex Frei und Marco Streller sowie Nachwuchsstar Xherdan Shaqiri scheiterten an sich oder dem bestens aufgelegten Keeper Thomas Kraft, der Stammtorwart Hans-Jörg Butt im Kasten der Münchner glänzend vertrat und die andauernden Gerüchte um eine Verpflichtung des Schalker Nationaltorhüter Manuel Neuer ein paar Tage später kühl und verstimmt mit den Worten „Neuer oder ich“ kommentierte. Das Selbstbewusstsein und das Vertrauen – in der bayerischen Landeshauptstadt auch „Mia san mir“-Gefühl genannt, ist also nach wie vor ungebrochen. Was fehlt, sind einzig die richtigen Resultate, zumindest auf nationalem Parkett. Spätestens mit der Rückkehr des langzeitverletzten Heilsbringers Arjen Robben soll das besser werden. Bis dahin dürfte die Borussia aus Dortmund aber längst einteilt sein, falls nicht noch ein bayerisches Wunder passiert. Auch das hat es schon einmal gegeben, 2001 in Hamburg.

DE - Aserbaidschan (EM-Quali) 07.09.10

Podolski spielt in „seinem Wohnzimmer“ ganz groß auf

Die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat gegen die sichtlich überforderten Aserbaidschaner beim 6:1-Triumph nichts anbrennen lassen. Angeführt vom überragenden Lukas Podolski, der nach seinem schwachen Auftritt in Belgien, in seinem Wohnzimmer – der Köln-Arena – ganz groß aufspielte, holte sich die DFB-Elf die Tabellenführung zurück.

Von Thomas Schlichte

„Sechs Punkte“ lautete die Zielvorgabe von Bundestrainer Joachim Löw für die ersten beiden Spiele der EM-Qualifikation. Nach dem mühevoll erkämpften 1:0-Erfolg in Belgien wollte die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft im Heimspiel in der Köln-Arena eine bessere Leistung zeigen. Das gelang – und wie. Besonders der in Brüssel noch so kritisierte Kölner Lukas Podolski zeigte in „seinem Wohnzimmer“, was er wirklich kann. Lauffreudig, beweglich und mit großer Übersicht kurbelte „Prinz Poldi“ am linken Flügel im Zusammenspiel mit dem Madrilenen Mesut Özil das deutsche Offensivspiel an. Für eine Überraschung sorgte Löw, in dem er Sascha Riether auf der rechten Seite verteidigen ließ und Kapitän Philipp Lahm dafür auf die linke Seite beorderte. Es dauerte vor 43 751 begeisterten Anhängern lange, bis der Abwehrriegel der Gäste aus Aserbaidschan um ihren Trainerfuchs Berti Vogts geknackt war. In der 28. Minute reagierte der eingewechselte Heiko Westermann (der Hamburger kam nach elf Minuten für Per Mertesacker) am zweiten Pfosten am schnellsten, als er ein Zuspiel von Miroslav Klose nach Vorlage von Kapitän Lahm im Nachschuss im Netz unterbrachte. Keine drei Minuten zuvor parierte Aserbaidschans gut aufgelegter Torhüter Kamran Aghayev mit einer Glanztat einen Kopfball Westermanns. In der Folge erarbeiteten sich die Gastgeber Chancen im Minutentakt, doch die Defensive der Vogts-Elf klärte mit vereinten Kräften. Auch Lukas Podolski hatte in dieser Phase mehrere gute Einschussmöglichkeiten. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit waren die Deutschen gleich zweimal erfolgreich. Nach einem doppelten Doppelpass mit Özil netzte Podolski zum 2:0 (45. + 1) ein, nur eine Minute später erhöhte Sturmspitze Miroslav Klose auf 3:0 (45. +2). Im zweiten Abschnitt ließen die Hausherren nicht nach und formierten sich wie beim Handball um die Gefahrenzone des überforderten Gegners. Doch in der 51. Minute zielte der Bayer Thomas Müller nur knapp am Tor vorbei. Besser machte es Raschad Ferhard Sadigow. Der Unglücksrabe fälschte eine Hereingabe von Sami Khedira zum 4:0 ins eigene Tor ab (53.). Einen kleinen Flüchtigkeitsfehler des ansonsten beschäftigungslosen Keepers Manuel Neuer nutzte Rail Malikov nur vier Minuten später zum 1:4-Aschlusstreffer (57.). Der Schalker hatte am kurzen Pfosten nach einem Eckball nicht entschlossen genug zugepackt. Besser machte es Innenverteidiger Holger Badstuber, der in der 85. Minute mit seinem ersten Länderspieltreffer zum 5:1 für seinen soliden Auftritt belohnt wurde. Für den Schlusspunkt zum 6:1-Endstand sorgte Torjäger Klose in der Nachspielzeit (90. +2). Mit seinem Doppelpack verbesserte der 32-Jährige seine Torquote auf nunmehr unglaubliche 55 Treffer in 103 Partien. „Auch nach diesem Spiel muss ich sagen, dass noch Luft nach oben bei mir ist“, sagte Klose selbstkritisch. „Wichtig ist, dass wir uns nicht ausruhen und den nächsten Schritt machen.“ Dieser könnte am Freitag, 8. Oktober, gegen die Türkei in Berlin gelingen.

Deutschland / Belgien 03.09.2010

Drei Punkte mit reichlich Sand im Getriebe erkämpft

Die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat bei ihrem ersten Ernstfall nach der WM in Südafrika noch reichlich Sand im Getriebe gehabt. Beim glanzlosen 1:0-Erfolg in der EM-Qualifikation gegen die gastgebenden Belgier vor 47 000 Zuschauern im König-Baudouin-Stadion zu Brüssel hatte die DFB-Elf mehr Mühe als erwartet. Das goldene Tor erzielte Bayern-Stürmer Miroslav Klose in der 51. Minute.

Von Thomas Schlichte

Das erste Spiel ist immer das schwerste. Eine Erfahrung, wie sie die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft im ersten Spiel der EM-Qualifikation für die Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine machte. Denn vor 47 000 Zuschauern im nicht ganz ausverkauften Brüsseler König-Baudouin-Stadion hatten die „jungen Wilden“ von Bundestrainer Joachim Löw reichlich Sand im Getriebe und siegten mühevoll mit 1:0. Das goldene Tor schoss Bayern-Torjäger Miroslav Klose, der von einem Schnitzer seines Mannschaftskollegen Daniel van Buyten (Bastian Schweinsteiger sicherte sich die Kugel) in der 51. Minute profitierte. Thomas Müller leitete das Abspiel Schweinsteigers auf den 32-jährigen Torschützen weiter. Ansonsten zeigte die deutsche Auswahl nicht ihren besten Fußball, wirkte etwas müde. Kapitän Philipp Lahm und Spielmacher Bastian Schweinsteiger versuchten das deutsche Spiel gegen gut sortierte Belgier anzutreiben, während von den WM-Entdeckungen Mesut Özil und Thomas Müller sowie Linksfuß Lukas Podolski auf den Außenposition (für ihn kam ab der 70. Minute Toni Kroos in die Partie) nur wenig Druck erzeugt werden konnte. Mutig und entschlossen spielten die Belgier auf, die sich von Beginn an in Richtung Tor des Schalkers Manuel Neuer orientierten. In der 6. Minute hatten die Deutschen dabei Glück, als der frei stehende Marouane Fellaini den Ball nicht richtig traf. Wenig später brachte ein Ballverlust des nicht in WM-Form aufgetretenen Münchners Schweinsteiger Nachwuchsmann Romelo Lukaku in Schussposition, doch der gerade einmal 17- Jährige scheiterte aus knapp 18 Metern an Neuer (9.). Auf der Gegenseite hätten Özil und Müller um die 20. Minute ein Tor erzielen können. In der DFB-Viererkette agierte der mutig auftretende Marcell Jansen für Jerome Boateng, doch der Hamburger musste zur Pause für seinen Teamkollegen Heiko Westermann verletzt vom Feld. In der Innenverteidigung lief Jungstar Holger Badstuber für WM-Ass Arne Friedrich auf. Zusammen mit Abwehrchef Per Mertesacker machte Badstuber seine Sache ordentlich. Bis auf die 42. Minute, als Neuer reaktionsschnell gegen Moussa Dembele erneut einen möglichen Rückstand verhinderte. „Wir sind froh, dass wir das hier geschafft haben“, sagte Bastian Schweinsteiger. „Das war ein schweres Stück.“ Leichter könnte es am Dienstag in Köln gegen Berti Vogts’ Aserbaidschaner werden. Vorausgesetzt, die Gastgeber agieren ab 20.45 Uhr im Angriff konsequenter – wie Miro Klose zum 53. Treffer im 102. Länderspiel.

Statistik:

Belgien - Deutschland 0:1 (0:0); Tore: 0:1 Miroslav Klose (51.).

Belgien: Bailly - Alderweireld, van Buyten, Kompany, Vermaelen - Simons (83. Vossen) - Dembele, Fellaini, Vertonghen, Hazard (73. Defour) - Lukaku (73. Benteke).

Deutschland: Neuer - Lahm, Mertesacker, Badstuber, Jansen (46. Westermann) - Schweinsteiger, Khedira - Müller, Özil (88. Cacau), Podolski (70. Kroos) - Klose.

Schiedsrichter: Terje Hauge (Norwegen) – Zuschauer: 47 000.


VfB muss in Mochenwangen/02.09.10

bis zum Schlusspfiff zittern

Mit drei hart erkämpften Punkten beim 2:1-Sieg gegen den SV Mochenwangen hat sich Fußball-Landesligist VfB Friedrichshafen die Tabellenspitze zurückerobert. Besonders in der Schlussphase musste die Krause-Elf einige kritische Momente überstehen. Überhaupt hatte der VfB am gestrigen Abend vor 200 Zuschauern Fußball der schlechteren Sorte gezeigt.

Von Thomas Schlichte

„Kampf und Krampf“ statt „Rasse mit Klasse“. So könnte man den Auftritt des Fußball-Landesligisten VfB Friedrichshafen beim SV Mochenwangen am besten beschreiben. Ohne Defensivabräumer Jürgen Michel offenbarte die Elf von Trainer Michael Krause unerklärliche Abwehrschwächen, die an diesem Tag eher zahnlose Hausherren nicht auszunutzen wussten. Phasenweise passte der SVM sich dem Spiel der Gäste an, leistete sich vor 200 Zuschauern ebenso viele Fehlpässe und Stellungsfehler. VfB-Spielmacher Marc Barton mühte sich, seine Vorderleute auf Kurs zu bringen, die Innenverteidigung um den zuletzt angeschlagenen Misel Saric wirkte alles andere als sattelfest. In der 23. Minute führte einer der wenigen gelungenen Spielzüge des Verbandsliga-Absteigers zur Führung. Barton steckte auf Linksaußen Steffen Bader durch, der zum nicht unverdienten 1:0 für den VfB einnetzte. Nicht unverdient deshalb, weil die „Blau-Weißen“ bereits die eine oder andere gute Situation liegen ließen. VfB-Coach Krause schimpfte und tobte an der Seitenlinie, um nach dem Schlusspfiff zu betonen: „Das war ein richtiger Arbeitssieg. So etwas musst du einfach mitnehmen.“ Etwas mitnehmen, das hätte auch die Heimmannschaft können. Aktivposten Andreas Spieß hatte in der 33. Minute den Ausgleich auf dem Fuß, schob die Kugel aber freistehend am schon geschlagenen Dominik Buss vorbei. Besser machte es fünf Minuten später Daniel Reiser, der einen Abstimmungsfehler in der SVM-Abwehr zum 0:2 bestrafte (38.). Trotz des Vorsprungs spielte der VfB noch immer schlecht, wirkte nicht richtig bei der Sache – Trainer Krause schimpfte noch immer. Der zweite Durchgang begann mit einer Schrecksekunde für die „Blau-Weißen“. Flügelflitzer Nico Di Leo wurde nach einem Foul schwerer verletzt, fällt nach einer ersten Diagnose im Krankenhaus mit Verdacht auf Bänderriss für längere Zeit aus. Nach einer guten Stunde kam die Mannschaft von Trainer Peter Riedlinger immer besser in die Partie und riskierte mehr. Dieser Aufwand wurde zehn Minuten später belohnt, als Saric im eigenen Strafraum zu spät kam und einen Strafstoß verursachte. Stürmer Spieß ließ Buss im Tor zum 1:2-Anschluss keine Abwehrchance. In der Schlussphase wackelte der neue und alte Spitzenreiter gewaltig, fiel aber nicht, weil er beherzt verteidigte und das Glück auf seiner Seite hatte. Mitten in Daniel Reisers Solo hinein – der SVM-Keeper war mit vorne – ertönte der Schlusspfiff des ordentlichen Schiedsrichters Simon Pace aus Engen zum 2:1-Endstand.

Statistik:

VfB: Buss (Tor), Parton, Senkbeil, Saric, Müller, Alturan, Barton, Bader (83. Krüger), Tuncay (70. Gomes Dos Santos), Di Leo (50. Caltabiano), Reiser.

Tore: 0:1 Steffen Bader (23.), 0:2 Daniel Reiser (38.), 1:2 Andreas Spieß (71., Foulelfmeter),

Besondere Vorkommnisse: Mochenwangens Andreas Spieß verwandelt Foulelfmeter (71.)

Schiedsrichter: Pace (Engen) - Zuschauer: 200.

Nico de Leo 28.08.2010 SZ

VfB ./. RV II 21.08.2010

VfB erobert mit Kantersieg Spitzenposition

Fußball-Landesligist VfB Friedrichshafen hat im Derby beim FV Ravensburg II gezeigt, dass mit der Krause-Elf im Aufstiegrennen zu rechnen ist. Durch den 7:3-Auswärtssieg landete der VfB den dritten Sieg in Serie und eroberte damit die Tabellenspitze.

Von Thomas Schlichte

Von Beginn an zeigte der VfB Friedrichshafen im Ravensburger Ebra-Stadion eine ansprechende Leistung, ließ Ball und Gegner laufen. Doch die Hausherren, die U23 des FV Ravensburg, wusste sich zu wehren und hatte mit Torjäger Andreas Kalteis den gefährlichsten Mann in ihren Reihen. Während es die Mannschaft von Trainer Michael Krause in der Anfangsphase verpasste, ihr spielerisches Übergewicht in Tore umzumünzen, kam die „Zweite“ des Fußball-Verbandsligisten in einer spannenden Landesliga-Partie zur Frühschoppen-Zeit am Sonntagvormittag (11 Uhr) immer besser ins Spiel. Und das auch, weil das Mittelfeld der Gäste aus Friedrichshafen einige Lücken offenbarte. In eine dieser war FV-Angreifer Kalteis nach knapp einer halben Stunde auf Verdacht gestartet. Mit Erfolg, denn der Ex-Ravensburger Jürgen Michel verstolperte den Ball, Andreas Kalteis lief los und ließ Dominik Buss im VfB-Kasten mit einem Lupfer keine Abwehrchance (28.). Bis zur Pause bemühten sich Spielmacher Marc Barton und Co. um den Ausgleich. Doch es kam anders, auch weil sich der VfB Friedrichshafen in der Vorwärtsbewegung vor 400 Zuschauern beim Derby abermals einen folgenschweren Ballverlust leistete. Johannes Vees sprintete in der 43. Minute an halblinker Position dem Tor entgegen, schaute auf und zog dann trocken – sehr zur Überraschung einiger und VfB-Keeper Buss – ins kurze Eck ab – 2:0. Die Krause-Elf steckte nicht auf und hatte noch vor der Halbzeit den Anschlusstreffer erzwungen. Nach einer schönen Kombination über links flankte Nico Di Leo zur Mitte. Dort setzte Ibrahim Tuncay zum Kopfstoß an und traf „nur“ den Pfosten. Steffen Bader reagierte am schnellsten und netzte zum 2:1-Pausenstand ein(45. +2). Im zweiten Abschnitt ersetzte Marco Gessler im linken Mittelfeld seinen Mitspieler Nico Di Leo. Dieser Wechsel sorgte für neuen Schwung und wurde zehn Minuten nach Wiederbeginn mit dem 2:2-Ausgleich durch Gessler belohnt (55.). Zwei Minuten später wurde Jascha Fiesel wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen. In der Folge machten die „Blau-Weißen“ wieder das Spiel und Stürmer Daniel Reiser drehte die Partie zum 3:2-Zwischenstand (65.). Doch die U23 wehrte sich und Nico Zorell machte in der 71. Minute den 3:3-Ausgleich. In der Schlussviertelstunde war die Gegenwehr des Ravensburger Nachwuchses gebrochen. Marco Gessler (4:3, 74.), Marc Barton (5:3, 78.) und Ibrahim Tuncay (6:3, 81.) spielten die numerische Überlegenheit des Verbandsliga-Absteigers binnen weniger Minuten eiskalt aus. Für den Schlusspunkt zum 7:3-Endstand sorgte abermals VfB-Spielmacher Marc Barton, der dem VfB sichtlich weiterhilft.

Statistik:

FVR II - VfB 3:7 (2:1)

Tore: 1:0 Andreas Kalteis (28.), 2:0 Johannes Vees (43.), 2:1 Steffen Bader (45. + 2), 2:2 Marco Gessler (55.), 3:2 Daniel Reiser (65.), 3:3 Nico Zorell (71.), 4:3 Marco Gessler (74.), 5:3 Marc Barton (78.), 6:3 Ibrahim Tuncay (81.), 7:3 Marc Barton (87.).

VfB: Buss, Krüger, Senkbeil, Müller, Caltabiano, Michel, Barton, Di Leo (46. Gessler), Tuncay (82. Alturan), Bader, Reiser.

FVR II: Brückner, Fiesel, Zorell, Strohm, Birk, Reiner, Jürgens (46. Boneberger), Pfeiffer (86. Anderle), Vees, Yilmaz (62. Göllner), Kalteis.

Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot für Jascha Fiesel (57.) - Zuschauer: 400.

VfB lässt einfach zu viele Chancen liegen 28.08.

Fußball-Landesligist VfB Friedrichshafen hat durch eine unglückliche 1:2-Niederlage gegen den TSV Berg seine Tabellenführung eingebüßt. Zwar hatte der Gastgeber die besseren Möglichkeiten, musste sich aber am Ende der Kaltschnäuzigkeit des TSV beugen. 500 Zuschauer sahen dabei eine Partie, die nicht immer das Attribut Spitzenspiel verdiente.

Von Thomas Schlichte

„So ist Fußball“, sagen die einen, andere sprechen von „dummer Niederlage“. Das, was Fußball-Landesligist VfB Friedrichshafen im Heimspiel beim 1:2 gegen den TSV Berg passiert ist, dürfte irgendwo dazwischen liegen. Denn der Spitzenreiter zeigte sich in der Anfangsphase nervös, fabrizierte viele Fehlpässe und leistete einige Stockfehler. Bereits nach sechs Spielminuten wusste das der TSV Berg zu bestrafen. Und das wieder nach einem Fehler der VfB-Hintermannschaft. TSV-Kapitän Adrian Philipp reagierte am schnellsten und ließ Keeper Dominik Buss im Kasten keine Abwehrchance – 0:1. Acht Minuten später hätte Taner Ata für die Vorentscheidung sorgen können, doch sein Versuch strich am Tor der Hausherren vorbei. In der 19. Minute kopierte Steffen Bader Bayerns Jungstar Thomas Müller. Ebenfalls frei durch schob der VfB-Mittelfeldmann die Kugel neben das Gehäuse von Bergs Neuzugang Haris Mesic, den der Klub erst zwei Tage vor der Partie verpflichtet hatte. Mesic verbrachte seine Jugend bis zu den C-Junioren beim gastgebenden Team. In der 30. Minute setzte VfB-Verteidiger Michael Krüger seinen Kopfstoß etwas zu hoch an. Gefährlich wurde es dann noch einmal kurz vor dem Halbzeitpfiff. Marc Barton schickte Steffen Bader steil, der am linken Flügel zur Mitte passte. Seine Vorlage nahm Stürmer Daniel Reiser auf, doch der Torjäger wurde aus der Drehung geblockt. Im zweiten Abschnitt entwickelte die Elf von Trainer Michael Krause richtig Druck, der Ausgleich lag in der Luft. In der 55. Minute war der Berger Widerstand gebrochen, als Nico Di Leo den Ball aus gut und gerne 25 Metern an die Unterkante der Latte und von dort ins Tor nagelte – 1:1. In der Folge riskierte auch der TSV Berg wieder mehr, die Begegnung wurde offener. Nach einer guten Stunde köpfte Bader erst zu ungenau, dann wurde Sandro Caltabianos Schuss von Bergs Süleyman Yildiz von der Linie gekratzt. Auf der Gegenseite hatte Silvio Battaglia die abermalige Führung auf dem Schuh, doch Tormann Buss parierte (75.). Keine Minute später leistete sich Caltabiano einen groben Schnitzer. Er blieb am eigenen Sechzehner hängen, Emrah Yilmaz reagierte am schnellsten und flankte auf Battaglia, der nur noch einnicken musste – 1:2 (76.). Doch die Hausherren gaben sich noch nicht geschlagen und versuchten alles. In der 85. Minute traf Di Leo den Pfosten und im Nachschuss scheitere abermals Bader am gut postierten Haris Mesic. Auf der Gegenseite hätte die Elf von Ohannes Yardim auf 3:1 erhöhen können, doch Christoph Dzierzawa zielte nach einem schönen Solo freistehend daneben, dann war Dominik Buss gegen Daniele D’ Ercole in letzter Not zur Stelle. Insgesamt ein verdienter Sieg für die clevereren Berger.





Statistik:

VfB: Buss, Müller, Saric, Senkbeil, Krüger, Caltabiano (79. Parton), Michel (42. Tuncay), Di Leo, Bader, Barton, Reiser.

TSV: Mesic, Feitero (67. Kale), Brielmayer, Yardim, Szedlak (84. Tolkmitt) , Dzierzawa, Yilmaz, Ata, Battaglia, Yildiz (63. D‘ Ercole), Philipp.

Tore: 0:1 Adrian Philipp (6.), 1:1 Nico Di Leo (55.), 1:2 Silvio Battaglia (76.) – Zuschauer: 500.


SZ 14.05.2010

VfL Nagold - VfB 20.04.2010 Nachbericht

VfL Nagold - VfB 19.04.2010

Nachbericht 13.04. gegen Bissingen

VfB gegen Bissingen 12.04. Sport