Carl Carlton, Gitarrist

Thomas Schlichte mit Carl Carlton

Maffay Konzert München 04.09.2008, Bild: Thomas Kopp, FN

Interview: Carl Carlton

Interview: Carl Carlton

Gitarrist Carl Carlton ist nach vierjähriger Pause in die Maffay-Familie zurückgekehrt und fühlt sich auf der Bühne und auch Backstage sichtlich wohl.

tom:
Carl Carlton, Sie sind zurück in der Peter Maffay-Familie. Was ist das für ein Gefühl?

Carl Carlton: Ein ganz gutes Gefühl. Ich bin vor vier Jahren nicht ohne Grund gegangen. Ich bin mein ganzes Leben immer Freibeuter und Pirat gewesen.



tom: Was meinen Sie damit?

Carlton: Ich möchte mich nicht zwingend an Arbeitsverträge binden. Ganz wichtig, da geht es keinesfalls um größere Schecks, also mehr Geld. Ich hatte vor vier Jahren Lust auf andere Projekte, fand das Ganze etwas langweilig, wollte mich verändern.



tom: Wie und auf welche Weise?

Carlton: Ich hatte in Hollywood einzelne Filmangebote und verschiedene andere Projekte, habe mit vielen Künstlern zusammengearbeitet. Sozusagen habe ich mir fürs Alter ein zweites Standbein aufgebaut.



tom: Vom „großen“ Hollywood zurück auf die „kleine“ Clubtour mit Maffay. Unter dem Strich gelungen?

Carlton: Für mich waren die anderen Dinge wie ein kleiner Urlaub. Aber noch mal, ich komme unglaublich gerne, ausbalanciert und gestärkt, zurück. Ich glaube, dass ich der Band und Peter etwas geben kann. Man kommt also zurück in diesen unglaublichen deutschen Stress mit dem Zwang unbedingt „Nummer Eins“ werden müssen.



tom: Eine wahnsinnig große Umstellung für Sie?

Carlton: Meine Motto ist: „we are just easy boys, let’s make some music”. Aber ich fühle mich wirklich sehr wohl in dieser Band, wahrscheinlich sieht man das auch auf der Bühne.



tom: Nicht nur dort, sondern auch bei den Zuhörern, die Sie bei der Begrüßung feierten.

Carlton: Ja, einfach wunderbar. Ich freue mich und bin sehr happy.
Thomas Schlichte