Race4Kids 2008

Race 4 Kids 2008

DTM-Rennfahrer Timo Scheider hat ein gutes Herz. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin Jasmin Rubatto und dem Organisationsteam von Kart-FN richtete der Audio-Werkspilot ein mit Prominenten gespicktes Kartrennen für den guten Zweck aus. Auf der Kartbahn am Flughafen Friedrichshafen gaben die Rennteams mächtig Gummi.

Von Thomas Schlichte

Von Charity und Wohltätigkeitsveranstaltungen mag man halten, was man mag. Nicht überall glitzern nur Edelsteine und Schmuck, wird Kaviar und Champagner gereicht. Auf dem Flughafen Friedrichshafen gab es vor allem funkelnde Kinderaugen. DTM-Rennfahrer Timo Scheider und seine Lebensgefährtin Jasmin Rubatto haben neben ihrem eigenen Sohn, auch ein großes Herz für andere Kinder. Für schwerkranke Kinder lockten Scheider und Co. jetzt zahlreiche Prominente an den Bodensee. Die Idee: jeder konnte sich sein Cockpit neben bekannten Persönlichkeiten ersteigern, fertig war das Teilnehmerfeld für das 1. Buchbinder-Rennen, einem Kartrennen für den guten Zweck. Sportler wie Jan Ullrich, Sven Hannawald, Markus Winkelhock gaben unter anderen neben Bobpilot Christoph Langen und Komiker Ande Werner (Mundstuhl) kräftig Gas. Auch der einsetzende Dauerregen stoppte die Hobbyrennfahrer und Geschwindigkeitsprofis nicht, er machte sie nur noch schneller. Zwischendurch wieder der Blick auf den Zeitenmonitor. „Wo sind wir, das ist im Moment Platz...“ Während und nach dem Qualifikationstraining wurde fleißig gerechnet, doch die Bestzeit war dem Profi vorbehalten. Timo Scheider sicherte sich und seiner Crew Startplatz Eins. Im Rennen zeigten die Fahrer alles: Ausbremsen, im Windschatten ansaugen, in die Lücke stechen, Driften – es ging hoch her auf dem Kurs. Alle 40 Minuten wurde getankt und der Fahrer gewechselt. Glückliche Gesichter beim Publikum und im Fahrerlager – es herrschte hochgradiges Rennfieber. Hektisch ging es in den Boxen zu, nervöse und konzentrierte Fahrer, angespannte Mechaniker. Ganz anders abseits der Strecke: Entspannt und familiär das Klima; Stars zum Anfassen, Autogramme sammeln, plaudern und fotografieren. Und alles im strömendem Regen, der die Piste glitschig wie Seife machte. Dennoch sah man heiße Manöver in der aufwirbelnden Gischt. Den besten Durchblick hatte am Ende Audi-Werkspilot Scheider, der mit seinem Team die 1. Auflage des vierstündigen Rennens gewann. Gute 20 000 Euro sind der Lohn, lachende Kinderaugen der Dank.